Die Himmelfahrt Mariae

Objektbezeichnung: Gemälde

Objektbeschreibung:
1711 erwarb der Kurfürst das monumentale Altarbild aus der Brüsseler Kirche Notre Dame de la Chapelle für seine legendäre Gemäldesammlung im Düsseldorfer Stadtschloss. Er ließ die tonnenschwere Tafel per Schiff über den Rhein hierher bringen. Das ebenfalls von Rubens gestaltete Marmorretabel blieb in St. Josse-ten-Noode bei Brüssel zurück. Rubens lässt die von Engeln bekrönte Himmelskönigin triumphal aufsteigen, während sich unten das 'Rosenwunder' ereignet: Nach einer jüngeren Legende wurde das Grab Mariae geöffnet und statt des Leichnams fanden die Frauen und Apostel duftende Rosen. Auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft schuf Rubens die vielfigurige, dynamisch bewegte Szene im Reflex auf Tizians großartige Assunta der Frari-Kirche in Venedig. Es ist die siebte von ca. vierzehn Varianten zum Thema, die zwischen 1611 und 1637 als Altarbilder oder Ölmodelle von Rubens und seiner Werkstatt gemalt wurden. Die Tafel ist Ausdruck des neuen Marienkults in den südlichen Niederlanden und der gegenreformatorischen Bestrebungen der katholischen Kirche.

Bettina Baumgärtel, aus: Die Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, hrsg. von Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2011
1711 erwarb der Kurfürst das monumentale Altarbild aus der Brüsseler Kirche Notre Dame de la Chapelle für seine legendäre Gemäldesammlung im Düsseldorfer Stadtschloss. Er ließ die tonnenschwere Tafel per Schiff über den Rhein hierher bringen. Das ebe …

Künstler: Peter Paul Rubens (1577 - 1640)

Maße:
Maße ohne Rahmen: 429 x 284 cm
Material/Technik:
Öl auf Eichenholz

Datierung: um 1616-1618

Institution: Kunstpalast (MKP Gemäldegalerie)

Objektnummer: mkp.M 2309

Eigentümer/Danksagung: Kunstpalast, Düsseldorf, Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf (NRW)

Provenienz:
1614 Zusage für ein Geschenk des Erzherzogpaars Albert und Isabella von Brüssel an die Kappellekerk (Parochial-Kirche Notre Dame de la Chapelle) in Brüssel (Smith 1830);

1616-17 Vertrag zu einem Auftrag an Rubens für den Hochaltar mit Marmor-Rahmung (Kirchenarchiv, reg. 37, f.41, n. Freedberg heute Vertrag verloren);

1617 Weihung der Kirche; 1618 Altar wird aufgestellt (Kirchenarchiv, reg. 38);

1711 erworben von der Kirche durch Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz-Neuburg zusammen mit dem Gemälde "Das Martyrium des hl. Laurens"; die Marmoraltäre und-rahmen bleiben stehen

ab Mai 1712 Transport des Gemäldes v. Brüssel n. Düsseldorf auf dem Wasserweg, Hängung in der neu gebauten Galerie des Stadtschlosses, Rubenssaal;

1758 erste Flüchtung der kurfürstl. Slg. n. Mannheim, Verbleib des Altars in Düsseldorf, Ort unbekannt;

1794 Bombardement des frz. Heers auf d. Schloss, zweite Flüchtung der kurfürstl. Slg. n. Bremen u. Glückstadt, Altar bleibt in Düsseldorf, Ort unbekannt;

Dez. 1805 dritte Flüchtung der kurfürstl. Slg. n. Kirchheimbolanden u. später München, Altar aufgestellt in der Kirche St. Lambertus;

ab ca. 1818 Altar evtl. zurück ins Schloss (Haupt 1818);

spätestens 1821 mit Umzug der Kgl. Preuß. Kunstakademie Düsseldorf in das Schloss Altar evtl. versetzt ins Schloss;

spätestens 1828 Aufstellung im Ausstellungssaal der Kunstakademie (Müller 1873);

ab ca. 1860 Aufstellung im Galerie-Ecksaal der Kunstakademie (Müller 1873);

ca. 1860 Renovierung von Notre- Dame-de-Sainte-Chapelle Brüssel durch Architekt Jamaer, Verkauf des Hauptaltars und der beiden Nebenaltäre an "La Fabrique d'Egilse de Saint-Josse de Noode";
August 1866-September 1867 "Marbrier P.J. Goffart, de la chaussée de Louvain" wird beauftragt diese abzutragen, zu transferieren und in der Kirche aufzubauen (Laporte 1991)

1869/70 Schäden am Bild durch Beheizung des Galerie-Ecksaals;

20/21. März 1872 beim Brand der Akademie gerettet;

1880 Umzug in das neue Akademiegebäude Eiskellerstrasse;

Seit 1932 Dauerleihgabe der Kunstakademie Düsseldorf;

ab 1980-85 vorübergehende Aufstellung Kreuzherrenkirche, Düsseldorf;

1985 nach Umbau des Kunstmuseums im Ehrenhof fest eingebaut im "Rubensraum";

2004 Neupräsentation mit neuem Sockel (Architekt Holger Wallat)
1614 Zusage für ein Geschenk des Erzherzogpaars Albert und Isabella von Brüssel an die Kappellekerk (Parochial-Kirche Notre Dame de la Chapelle) in Brüssel (Smith 1830);

1616-17 Vertrag zu einem Auftrag an Rubens für den Hochaltar mit Marmor-Rahm …

Permalink: http://www.duesseldorf.de/dkult/DE-MUS-038015/142055