ObjektnummerBEN.B 227
Venus und Amor
SerientitelAus: "Folge der großen Götter des Heidentums"
KurztitelVenus und Amor
ObjektbezeichnungPorzellanfigur
Modell von
Johann Wilhelm Lanz
(1725 - 1760)
Hersteller*in
Porzellanmanufaktur Frankenthal
, Direktion Adam Bergdoll (1755-1799)
Künstler*in
Matthäus Rohr
(1766 (Erstnennung) - 1781 (Tod))
Datierung1762/1775
Material/TechnikPorzellan, mit Muffelfarben bemalt, Vergoldung
Maße(H x B x T): 19,5 × 15,2 × 10,6 cm
BeschreibungDargestellt sind die schlafende Göttin Venus und ihr kleiner Sohn Amor. Die Figur der Venus ist nach demselben Modell ausgeführt wie die Diana-Figuren Inv.-Nr. B 2004/3 und Inv.-Nr. B 1999/6. Ihren Kopf stützt sie auf eine längliche, gelbe Nackenrolle, die mit zwei goldenen Troddeln verziert ist. Ein weißes Stück Stoff mit Blumen fällt von dort hinab und bedeckt mit einem Zipfel ihren Schoß. Beide Füße sind auf dem Sockel abgestützt. Ihr bräunliches Haar ist nach hinten gesteckt und fällt von dort über ihre linke Schulter. Zur Linken der Liebesgöttin befindet sich ihr Sohn Amor, der versucht, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Tatsächlich hat sie ihre Augen schon ein wenig geöffnet. Es gibt drei verschiedene Ausführungen Amors bei diesem Modell: als kleines Geschöpf auf ihrer linken Schulter, neben der Göttin stehend in Groß oder, wie in dieser Ausführung, stehend in Klein. Am Boden liegen ein Bogen sowie ein Köcher mit Pfeilen, beides zu Amor gehörend. Der Rocaillesockel ist mit Gold und Purpur verziert. Er entspricht demjenigen der Diana mit der Inv.-Nr. B 1999/6. Auch hier entwächst aus dem Sockel der ornamental geschwungene Sitz der Göttin. Allerdings ist dieser an den Seiten nicht durchbrochen. Diese Figur gehört zum großen Götterzyklus. Das Model stammt noch aus der Straßburger Zeit. In der weiteren Verwendung in Frankenthal wurde die Figur durch die Zugabe der jeweiligen Attribute als Diana oder Venus ausgewiesen.Bearbeiterin: Caroline Vogel
Klassifikation(en)
Copyright DigitalisatFoto: Walter Klein, Jochen Stapel
Literatur/QuellenHofmann, Friedrich H.: Frankenthaler Porzellan, 2 Bde., München 1911, Nr. 185; Die Kunst Porcelain zu machen. Frankenthaler Porzellan 1755–1800, hg. von Edgar J. Hürkey, Frankenthal 2005, S. 113, Nr. 24;
Beaucamp-Markowsky, Barbara: Frankenthaler Porzellan, Bd. 1: Die Plastik, München 2008, S. 198 ff., Nr. 75;
Willems, Charis: Antike im Frankenthaler Porzellan, in: AK Der Pfälzer Apoll. Kurfürst Carl Theodor und die Antike an Rhein und Neckar, hrsg. Von Kunze, Max, im Auftrag der Winkelmann-Gesellschaft, Ruhpolding und Mainz 2007, S. 211–222, hier: S. 214; Overdick, Michael, Frankenthaler Porzellan. Geschichte, Motive, Dekore, in: Stiftung Schloss und Park Benrath (Hg.): Höfische Kostbarkeiten aus der Frankenthaler Porzellan-Manufaktur in der Sammlung von Schloss Benrath, Wettin 2010, S. 14–54, hier: S. 28.
PublikationenStiftung Schloss und Park Benrath (Hg.): Höfische Kostbarkeiten aus der Frankenthaler Porzellan-Manufaktur in der Sammlung von Schloss Benrath, Wettin 2010, S. 72;
Markowitz, Irene: Frankenthaler Porzellan in Schloß Benrath. Figuren (Stadtgeschichtliches Museum Düsseldorf. Schloß Benrath, Bildheft 1), 2. Auflage, Düsseldorf 1984, Nr. 35.
In Sammlung(en)
Institution
Stiftung Schloss und Park Benrath
Abteilung
Museum Corps de Logis
Eigentümer/DanksagungErworben aus Schenkungsmitteln der Deutschen Bank AG Düsseldorf.
Stempel/ZeichenBlaumarke: CT (Ligiert) mit Kurhut, B
Ritzmarke: R Z (...prüfen);
Position: Beide unter dem Sockel