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Porzellanmanufaktur Frankenthal (Hersteller*in), Löffelschale mit Jäger, der sein Gewehr reinigt, 1777
Löffelschale mit Jäger, der sein Gewehr reinigt
Löffelschale mit Jäger, der sein Gewehr reinigt
Foto: Archiv SSPB
ObjektnummerBEN.B 1978/6

Löffelschale mit Jäger, der sein Gewehr reinigt

KurztitelLöffelschale mit Jäger, der sein Gewehr reinigt
ObjektbezeichnungLöffelschale
Hersteller*in (1755-1799)
Datierung1777
Material/TechnikPorzellan, Eisenrot und mit Muffelfarben bemalt, Vergoldung
Maße(H x B x T): 3 × 18 × 14 cm
BeschreibungÄhnlich wie die Tasse zeigt die Löffelschale einen Jäger, der sein Gewehr reinigt, in einer Landschaft aus Wiese und niedrigen Bäumen. Die Malereien unterscheiden sich in der Bildkomposition geringfügig voneinander, um der Form des Porzellanstücks gerecht zu werden. Die Vorlage bildete ein Stich von Johann Elias Ridinger (1698–1767): „Der Hase wird behäzt, von den Hunden gerahmet und ergriffen, sogleich ausgeworffen denen Hunden ihr recht gegeben und ihme der Balg zu hause gestreif “ (Thienemann, Georg August Wilhelm: Leben und Wirken des unvergleichlichen Thiermalers und Kupferstechers Johann Elias Ridinger mit dem ausführlichen Verzeichnis seiner Kupferstiche, Schwarzkunstblätter und der von ihm hinterlassenen großen Sammlung von Handzeichnungen, Leipzig 1856, Nr. 270).
Dabei wurden die charakteristische Körperhaltung des Jägers und seine Kleidung beibehalten, aber statt eines Hasen, den er ausnimmt, wird er nun mit einem Gewehr in der Hand dargestellt und der ursprüngliche Waldhintergrund wird durch eine offene Landschaft ersetzt.
Der Rand ist mit einer Borte aus Rauten, Linien und Bögen bemalt. Die Bögen selbst sind vergoldet, die Zwischenräume zum Rand des Geschirrs sind mit einem Muster aus purpurfarbenen und goldenen Streifen gefüllt. Knapp unter der Borte finden sich vereinzelte purpurfarbene Streublumen.

Bearbeiterin: Maya Voss
Copyright DigitalisatFoto: Archiv SSPB
Literatur/QuellenThienemann, Georg August Wilhelm: Leben und Wirken des unvergleichlichen Thiermalers und Kupferstechers Johann Elias Ridinger mit dem ausführlichen Verzeichnis seiner Kupferstiche, Schwarzkunstblätter und der von ihm hinterlassenen großen Sammlung von Handzeichnungen, Leipzig 1856, Nr. 270;
Overdick, Michael, Frankenthaler Porzellan. Geschichte, Motive, Dekore, in: Stiftung Schloss und Park Benrath (Hg.): Höfische Kostbarkeiten aus der Frankenthaler Porzellan-Manufaktur in der Sammlung von Schloss Benrath, Wettin 2010, S. 14–54, hier: S. 20.

PublikationenMarkowitz, Irene: Frankenthaler Porzellan in Schloß Benrath. Geschirre und Gefäße (Stadtgeschichtliches Museum Düsseldorf. Schloß Benrath, Bildheft 4), Düsseldorf 1989;
Stiftung Schloss und Park Benrath (Hg.): Höfische Kostbarkeiten aus der Frankenthaler Porzellan-Manufaktur in der Sammlung von Schloss Benrath, Wettin 2010, S. 136.

Stempel/ZeichenBlaumarke: CT (Ligiert) mit Kurhut, 77 Position: Unter dem Boden
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