ObjektnummerP 1927-1
Die Geburt von Jesus Christus
TitelThe Birth of Jesus Christ
ObjektbezeichnungRelief
Datierungca. 1500/1520
Material/TechnikLindenholz
EpocheGotik
Maße(H x B x T): 122 x 89 x 10 cm
BeschreibungDie Geburt Jesu ist ein zentrales Ereignis in der christlichen Religion, über das die Bibel ausführlich berichtet. Da Maria und ihr Mann Josef keine Herberge in Bethlehem fanden, wurde Jesus in einem Stall geboren. Die Szene zeigt die Beiden mit dem Säugling auf einem von drei Engeln gehaltenen Tuch. Gekrönt wird die Darstellung von Engeln, die die Ankunft des Sohn Gottes verkünden. Die Landschaft im Hintergrund, zeigt die herannahenden Hirten, die nach der Überlieferung die ersten Besucher an der Grippe waren. Ursprünglich stammt die Tafel aus einem Andachtsaltar, allerdings fehlen heute die beiden Seitenflügel. B.Til 2024
Von dem ursprünglichen Anbetungsaltar existiert heute lediglich die zentrale Mitteltafel mit der Szene der Geburt Christi. Die beiden Flügel, mit den Engeln, die rechts und links neben dem Christuskind knieten, fehlen. Die Szene zeigt Maria und Josef, vor ihnen liegend das unbekleidete Kind, auf einem von drei Engeln gehaltenen Tuch. Ungewöhnlich ist die Anbetung des Kindes durch Maria, eine in den Evangelien nicht erwähnte, aus mystischer Überlieferung gespeiste Darstellung. Der Hintergrund ist als flacher Innenraum gestaltet; den Dachgiebel über Maria krönen drei Engel mit Schriftband. Die ausgedehnte Landschaft in der Ferne mit Bäumen und Häusern zeigt das Herannahen der Hirten.
Die polychrome Fassung wurde in den vergangenen Jahrhunderten an verschiedenen Partien farbig überarbeitet (u.a. der Mantel Marias).
Zur Stabilisierung wurde das Relief bereits Anfang des 20. Jhs. auf eine neue Holzplatte gesetzt. Die 2013 durchgeführten restauratorischen Maßnahmen - umfangreiche Reinigung und Festigung - waren notwendig geworden, da das Werk starke Verschmutzungen und Haftungsverluste aufwies.
Museum Kunstpalast, Barbara Til, 2013
Anbetungsrelief von einem Flügelaltar.
Durch die Mitte der Tafel gehen zwei ausgebesserte und retuschierte große senkrechte Sprünge. Es fehlen zwei Flügel der beiden knienden Engel, die rechts und links neben dem Christuskind knien und die linke Hand des Hirten Die Hände der Maria sind ergänzt, ebenso wie die linke Hand des Josef. Die Bemalung ist alt und sehr stark ausgebessert. Das Relief ist auf eine neue Platte gesetzt.
Maria mit gefalteten Händen kniend und nach rechts gewandt, ihr goldenes Haar in langen welligen Strähnen über Schultern und Rücken fallend und mit Band am Kopf zusammengehalten. Sie trägt ein blaues Kleid und einen Mantel, der innen grün und außen blau ist. Ihr gegenüber der kniende Josef, bärtig und mit Lampe in der rechten Hand. Er trägt ein braun-violettes Gewand mit rotem Mantel, der innen blau ist, und eine goldene Tuchhaube. Vorne auf einem blauem Tuch liegend, das unbekleidete Kind. Das Tuch wird von drei Engeln in roten, gelben und grünen Gewändern gehalten, dahinter Esel und Ochse.
Im Hintergrund, flacher Innenraum, drei singende Engel mit Schriftband, zwei Engel in Mauernische, Landschaft mit Baumgruppe, zwei Häuser, Schafe und ein Hirte.
Klassifikation(en)
Entstehungsort (englisch)Middle Rhine region
Entstehungsort
Copyright DigitalisatKunstpalast - Gruppe Köln
Ausstellungsgeschichte2014 Düsseldorf
Museum Kunstpalast, Düsseldorf: Kabinettausstellung "Präsentation von Restaurierungsprojekten"
1929 Düsseldorf
Ausst. gotischer Plastik, Städt. Kunstmuseum Düsseldorf 1929, Nr. 9 "Anbetung des Kindes"
Literatur/QuellenSammlung Graf Adelmann, Köln, Versteigerungskatalog, beschrieben und eingeleitet von O. von Falke, Berlin 1927.Museum Kunstpalast, Düsseldorf: Kabinettausstellung "Präsentation von Restaurierungsprojekten"
1929 Düsseldorf
Ausst. gotischer Plastik, Städt. Kunstmuseum Düsseldorf 1929, Nr. 9 "Anbetung des Kindes"
Beiträge zur Geschichte der mittelrheinischen Plastik von Grete Tiemann, Veröffentlichung der pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Bd. X, Speyer 1930.
In Sammlung(en)
Institution
Kunstpalast
Provenienz[...]; bis 1927 Prinz Croy, Sammlung Graf Adelmann, Köln; 26.-28.4.1927 erworben durch Ankauf bei Paul Cassirer und Hugo Helbing in Berlin
ca. 1700–1730
1926
um 1510