ObjektnummerBEN.B 282
Jupiter
KurztitelJupiter
älterer TitelZürnender Jupiter (Zeus)
ObjektbezeichnungPorzellanfigur
Modell von
Johann Friedrich Lück
(1727 - 1797)
Hersteller*in
Porzellanmanufaktur Frankenthal
(1755-1799)
Datierungnach 1751
Material/TechnikPorzellan, mit Muffelfarben bemalt, Vergoldung
Maße(H x B x T): 13,5 × 5,6 × 5,3 cm
BeschreibungJupiter ist mit seinem Wappentier, dem Adler, dargestellt. Er steht aufrecht da, sein Gewicht ist auf sein rechtes Bein gestützt, während das linke nur leicht auf dem Boden abgestützt ist. Sein gesamter Körper bildet eine C-Form, sein Oberkörper befindet sich also über dem leicht abgestützten linken Bein. Sein Kopf folgt dieser Form und so blickt er schräg nach unten zur Seite. Sein rechter Arm bricht aus der C-Form aus und ist nach oben erhoben, er hält einen Blitz, den er im Begriff ist zu schleudern. Sein linker Arm weist nach unten, mit der Hand fasst er dem braunen Adler an den Hals. Dieser befindet sich hinter den Beinen des Göttervaters, blickt nach vorne und schlägt mit den Flügeln, bleibt jedoch weiterhin unter der Kontrolle Jupiters. Der Gott ist hier mit Bart und offenem, gelocktem gräulichem Haar dargestellt, jedoch ohne Krone. Er ist nackt, bis auf einen Zipfel purpurnen Stoffs, der seine Blöße verdeckt. Der flache Lebkuchensockel weist darauf hin, dass das Modell noch aus der Straßburger Zeit stammt. Beaucamp-Markowsky zufolge handelt es sich möglicherweise um eine Vorstudie für den Jupiter des großen Götterzyklus.Bearbeiterin: Caroline Vogel
Klassifikation(en)
Herstellungsort
Copyright DigitalisatFoto: Walter Klein, Jochen Stapel
Literatur/QuellenRudolph Lepke’s Kunst-Auctions-Haus (Hg.): Sammlung Jean Wurz. Frankenthaler Porzellan und Arbeiten anderer deutscher Manufakturen (Katalog Nr. 1927), Berlin 1924, S. 16, Nr. 67, Taf. 11;Beaucamp-Markowsky, Barbara: Frankenthaler Porzellan, Bd. 1: Die Plastik, München 2008, S. 188;
Willems, Charis: Antike im Frankenthaler Porzellan, in: AK Der Pfälzer Apoll. Kurfürst Carl Theodor und die Antike an Rhein und Neckar, hrsg. Von Kunze, Max, im Auftrag der Winkelmann-Gesellschaft, Ruhpolding und Mainz 2007, S. 211–222, hier: S. 213.
PublikationenStiftung Schloss und Park Benrath (Hg.): Höfische Kostbarkeiten aus der Frankenthaler Porzellan-Manufaktur in der Sammlung von Schloss Benrath, Wettin 2010, S. 72, 75.
In Sammlung(en)
Institution
Stiftung Schloss und Park Benrath
Abteilung
Museum Corps de Logis
Stempel/ZeichenBlaumarke: Keine
Pressmarke: HO (undeutlich)
Ritzmarke 2
Position: Unter dem Sockel
14./15. Jahrhundert
ca. 15. Jahrhundert
um 1400
Wohl 14. Jahrhundert