Skip to main content
Kris Scholz: Temperate House in Kew Gardens in London, 2003
Das Temperate House in Kew Gardens
Kris Scholz: Temperate House in Kew Gardens in London, 2003
Kris Scholz: Temperate House in Kew Gardens in London, 2003
Kris Scholz, Temparate House © VG Bild-Kunst, Bonn
ObjektnummerBEN.GKM-F-2003/1

Das Temperate House in Kew Gardens

KurztitelGewächshaus in Kew Gardens
ObjektbezeichnungArchitekturfotografie
Fotograf*in (geboren 1952)
Datierung2003
Material/TechnikFarbfotografie
Maße(H x B): 93 × 133,5 cm
Blattmaß: 118 × 158 cm
Maße mit Rahmen: 122 × 162 × 4 cm
BeschreibungDie Fotografie von Kris Scholz zeigt einen Blick vom Umgang ins "Temperate House" in Kew Gardens in London mit zahlreichen Palmen und anderen subtropischen Pflanzen vor der Neubepflanzung in den Jahren 2013-2018.
Das prachtvolle Glasgebäude mit weiß lackierten Gusseisenträgern von 1863 ist mit 200 Meter Länge und 20 Meter Höhe das größte Gewächshaus aus viktorianischen Zeit.
Forschungsreisende und professionielle Pflanzenjäger brachten im 18. und 19. Jahrhundert zahllose exotische Pflanzen nach England, wo sie in Kew Gardens angesiedelt wurden. Grund hierfür war zum einen das wissenschaftliche Interesse. Zum anderen ging es aber auch um den wirtschaftlichen Nutzen und die Frage, wie man die Pflanzen (z.B. Kautschuk) in den Kolonien des Empires gewinnbringend anbauen kann.
Einer der bedeutendsten Forschungsreisenden, die die Strapazen langer und gefährlicher Reisen rund um den Globus auf sich nahmen, war Joseph Banks (1743-1820), der von 1768 bis 1771 Kapitän James Cook (1728-1779) auf einer seiner Weltumsegelungen begleitete. Von dieser Reise brachte Banks unter anderem bisher unbekannte Pflanzenarten von Australien nach England. Ein Jahr nach seiner Rückkehr wurde er vom englischen König Georg III. zum obersten Aufseher des Landgutes von Kew (seit 1760 Royal Botanic Gardens) ernannt, welches nun den exotischen Pflanzen eine Heimat bot.
Die empfindlichen, wärmeverwöhnten Pflanzen stellten neue Anforderungen an die Gewächshäuser, die sie beherbergten. Während man bisher Pflanzen aus dem Mittelmeerraum in Orangerien versorgte, bedeuteten Gewächse, die ganzjährig ein tropisches Klima benötigten, eine Herausforderung. Mit dem neuen Material Gusseisen, dem nun erschwinglichen Glas, aber vor allem dank der Einführung der Rohrheizung war es möglich, Gewächshäuser zu konstruieren, die den neuen Anforderungen gerecht werden konnten.
Copyright DigitalisatKris Scholz, Temparate House © VG Bild-Kunst, Bonn
Literatur/QuellenKris Scholz. Photography - Landscapes, Portraits, Architectures, Flowers. Text: Gabriele Uerscheln, Claudia Terstappen, Corina Gertz, Heidelberg 2002.
Eigentümer/DanksagungStadt Düsseldorf
Bei Teilen der auf d:kult online zugänglich gemachten Objekte handelt es sich um historische Dokumente, die verletzende Sprache, herabwürdigende und diskriminierende Begriffe und Botschaften enthalten können. Die Institutionen des Verbundes tragen die Verantwortung für die auf der Sammlungsplattform d:kult online gezeigten Inhalte und sind bemüht um einen sensiblen Umgang mit den online präsentierten Inhalten. Ich stimme zu