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BEN.B 182 - Die gute Mutter
Die gute Mutter
BEN.B 182 - Die gute Mutter
BEN.B 182 - Die gute Mutter
Foto: Walter Klein, Jochen Stapel
ObjektnummerBEN.B 182

Die gute Mutter

KurztitelDie gute Mutter
ObjektbezeichnungPorzellanfigur
Modell von (1730-1775)
Hersteller*in (1755-1799)
Datierung1771 (?)
Material/TechnikPorzellan, mit Muffelfarben bemalt, Vergoldung
MaßeMaße in cm (HxBxT): 19,5x24,5x19,5
BeschreibungAuf einem Rocaille-Sockel mit angedeuteter Rasenfläche wird eine häusliche Szene gezeigt. Den Mittelpunkt bildet die von ihren drei Kindern umgebene gute Mutter. Die Mutter sitzt mit überschlagenen Beinen auf einem weißen Stuhl mit gelbem Stoffbezug. Ihr dunkles, nach hinten zusammengestecktes Haar wird durch eine weiße Haube bedeckt. Gekleidet ist sie mit einem weißen Rock, der gelb-rote vertikale Streifen aufweist. Über dem Rock liegt eine weiße Schürze mit roten Streublumen. An ihren Füßen trägt sie schwarze Schuhe mit goldenen Schnallen und dazu weiße Strümpfe. Ihr mit einer blauen Borte verziertes Mieder ist geöffnet, um einen in eine weiße Decke gehüllten Säugling an der rechten Brust zu stillen. Um ihre Schultern ist ein breites weißes Tuch bis über ihre Armbeugen geschlungen. Mit dem rechten ausgestreckten Arm stützt sie den Kopf des Säuglings, mit ihrer linken Hand rückt sie die schützende Decke zurecht. Zur Linken der Mutter steht eine hölzerne Kinderwiege, an der drei Knäufe befestigt sind. Sie ist mit einem weißen Laken und einer Decke ausgestattet, die ein Muster aus roten Quadraten mit weißen Ornamenten auf blauem Grund aufweist. Hinter der Wiege neben seiner Mutter steht ein Junge mit langen schwarzen Haaren, die ihm bis über die Schultern fallen und hinter das linke Ohr gestrichen sind. Er trägt ein weißes Hemd, darüber eine weiße Weste mit goldenen Knöpfen und einer goldenen Borte, einen weißen Frack, ebenfalls mit goldenen Knöpfen, eine rosafarbene weite Hose, weiße Strümpfe und schwarze Schuhe. Mit der rechten Hand hält er eine gelbe Flöte an seinen Mund, gleichzeitig lehnt er sich mit dem rechten Arm über die Stuhllehne der Mutter. Mit seiner linken Hand fasst er an den Saum seiner Weste. Rechts von der Mutter schläft ein barfüßiges Kleinkind in einem Hochstuhl. Das Kleinkind trägt ein weißes Kleid mit Kragen, das bis über die Knie reicht und über der Taille mit einem rosa-grünen Band abgesetzt ist. Sein Kopf ist auf seine linke Schulter gesunken. Vor dem Kleinkind auf der Ablage des Hochstuhls steht eine kleine weiße Schüssel mit einem Löffel darin. Zu Füßen der Mutter steht ein graues Rechaud mit hölzernem Griff, auf dem eine weiße Schüssel mit einem Löffel steht. Auf dem Boden hinter der Figurengruppe zwischen der Mutter und dem Kind im Hochstuhl steht ein hellgelber Weidenkorb, in dem zwei weiße Teller und eine silberne Warmhalteglocke untergebracht sind. Als Vorlage für die Figurengruppe diente ein Stich von Laurent Cars und Claude Donat Jardinier. Dieser ist dem Gemälde „Silence“ von Jean-Baptiste Greuze aus dem Jahr 1759 nachempfunden, das sich heute in der Royal Collection in London befindet.

Bearbeiterin: Lea Pawelzik
Copyright DigitalisatFoto: Walter Klein, Jochen Stapel
Literatur/QuellenKlein, Adalbert: Keramik. Europäisches Porzellan im Hetjens-Museum (Kataloge des Kunstmuseums Düsseldorf, Bd. 1), Düsseldorf 1966, S. 104;
Tuscherer, Thilo: Porzellan. Vitrinenkunst und Tischkultur, Köln 2000, S. 43;
Kurfürst Carl Theodor zu Pfalz, der Erbauer von Schloss Benrath, hg. von Jörg Bahns, Düsseldorf 1979, S. 77 f., Nr. 47;
Hofmann, Friedrich H.: Das Porzellan der europäischen Manufakturen, Frankfurt am Main 1980, S. 306, Nr. 197b;
Beaucamp-Markowsky, Barbara: Frankenthaler Porzellan, Bd. 1: Die Plastik, München 2008, S. 514 ff., Nr. 273;
Die Kunst Porcelain zu machen. Frankenthaler Porzellan 1755–1800, hg. von Edgar J. Hürkey, Frankenthal 2005, S. 148 f.;
Hofmann, Friedrich H.: Frankenthaler Porzellan, 2 Bde., München 1911, Nr. 468;
Böhm, Ludwig W.: Frankenthaler Porzellan (Meyers Bildbändchen Neue Folge, Band 20/21), Mannheim 1960, Nr. 23.
PublikationenMarkowitz, Irene: Frankenthaler Porzellan in Schloß Benrath. Figuren (Stadtgeschichtliches Museum Düsseldorf. Schloß Benrath, Bildheft 1), 2. Auflage, Düsseldorf 1984, Nr. 22;
Stiftung Schloss und Park Benrath (Hg.): Höfische Kostbarkeiten aus der Frankenthaler Porzellan-Manufaktur in der Sammlung von Schloss Benrath, Wettin 2010, S. 62 f., S. 96.
Stempel/ZeichenBlaumarke: Keine Ritzmarke: 71 (unleserlich; evtl. 11), darunter zwei Punkte Position: In der Höhlung unter den Fuß der ovale Steg abgebrochen. Links am Boden die Zahl 71, darunter 2 Punkte
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