ObjektnummerP 1940-32
Netzglas- (Reticello-) Tazza
TitelLattice ("reticello") shallow footed bowl
ObjektbezeichnungTazza
Ausführung
Unbekannt
Provenienzehemals Sammlung
Johannes Jantzen
(Shanghai 1887–1972 Bremen)
Datierungca. 1600–1650
Material/TechnikEntfärbtes und weißes Glas, frei geblasen, Netzdekor in "reticello"-Technik
Epoche17. Jahrhundert
Maße(H x D): 11,2 × 17,6 cm
Kuratorische Hinweise
- Von der Mitte des 15. bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts waren die Produkte aus Venedig der Maßstab, an dem sich alle Glaskunst messen lassen musste. Auf der Venedig vorgelagerten Insel Murano schufen die maestri immer neue Variationen aus der Glasblase und erfanden Techniken, welche diese Kunst bis an die Grenzen des Möglichen trieben. Hierzu gehört das reticello (in älteren Quellen redesello): Zwei Glasblasen, jeweils mit aufgelegten, spiralförmig verdrehten und zumeist milchweißen Glasfäden werden dabei so ineinandergesteckt und zu einem Hohlkörper ausgeblasen, dass die Spiralfäden sich zu einem Netz überkreuzen und in jedem Zwischenraum eine winzige Luftblase einfangen. Die Reticello-Technik kam im 2. Viertel des 16. Jahrhunderts auf und wurde in der Folgezeit regelmäßig angewendet.
Klassifikation(en)
Copyright DigitalisatFoto: Studio Fuis
Literatur/Quellen- BK Jantzen, Deutsches Glas, Düsseldorf 1960, Kat.-Nr. 5.- BK Heinemeyer, Glas 1, Düsseldorf 1966, Kat.-Nr. 247.
- BK Ricke, Glaskunst. Reflex der Jahrhunderte, 2., erweiterte und verbesserte Auflage, Düsseldorf 1995, Kat.-Nr. 134.
Institution
Kunstpalast
Abteilung
Kunstpalast - Glassammlung