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Unbekannt (Künstler*in), Garten-Handspatel mit eingraviertem Gedicht, Ende des 17. Jahrhunderts
Garten-Handspatel mit eingraviertem Gedicht
Garten-Handspatel mit eingraviertem Gedicht
Foto: Leah Bethmann (LVR-ZMB)
ObjektnummerBEN.GKM-O-2010/2

Garten-Handspatel mit eingraviertem Gedicht

KurztitelSpatel mit eingraviertem Gedicht
KurztitelGartenspatel
ObjektbezeichnungGarten-Handspatel
Künstler*in
DatierungEnde des 17. Jahrhunderts
Material/TechnikSpaten: Geschmiedetes Eisen, graviert und geätzt
Griff: Gedrechseltes (Obst-)Holz, gelbliches Metall
Maße(H x B x T): 3,5 × 8 × 32,5 cm
BeschreibungDas flache Spatenblatt trägt auf der Vorderseite die Darstellung einer Familie im Gewand des späten 17. Jh. Die Mutter hält an der Hand ein kleines Mädchen, das eine Blume in der Hand hält. Der Vater greift zur anderen Hand des Mädchens. Darüber befindet sich die Darstellung eines Pelikans, der seine Jungen aus dem Blut seines Herzens nährt. Er ist umgeben von einem Spruchband: NAM CHRISTI MORS MEA VITA EST (Denn Christi Tod ist mein Leben). Die untere Hälfte des Spatenblattes nimmt vollkommen ein eingravierter Spruch ein:

Ein Garten Ist die Welt, Die Blume Ihre Lust.
Hier Schön und Schöne hier, Wohin Du
Gehen Muest. Der Lilien Weiser Glantz
Der Majoran Nicht Minder. Der
Siese Binen Klee, Dess Frülings Erste
Kinder, Die Veilgen Brechen Aus, Doch
Lassen Sich In Gleichem, Das Bleiche
Sorgen Kraut, Und Scharfe Senf Wola[n]
Der Winter ist Der Todt dem Lilgen
Majoran, Klee Veilgen, Sorgen
Kraut Und Scharfer Senff
[Die letzte Zeile ist abgenutzt und daher unleserlich.]

Die Rückseite ziert die Darstellung eines Gartens. Im Hintergrund befindet sich ein kleines Gebäude, an das sich zu beiden Seiten Laubengänge anschließen, die den Garten einfrieden. Hierin finden sich verteilt sechs einzelne Parterrekompartimente, die aus geometrischen Mustern bestehen und im Zentrum jeweils durch ein kleines Bäumchen geziert sind. Dazwischen sind Blumen in Henkelvasen gesetzt. Verschiedene Gärtner sind bei der Arbeit dargestellt: Eine Gärtnerin schöpft Wasser aus einem Brunnen, ein Gärtner kommt mit einer Schubkarre herbei, ein weiterer Arbeitet im Beet. Im Vordergrund beschneidet ein Gärtner einen Weinstock, ein anderer gräbt den Boden mit einem Spaten um. Eine Blumenranke schließt das Spatenblatt nach unten ab.
Herstellungsort
Copyright DigitalisatFoto: Leah Bethmann (LVR-ZMB)
AusstellungsgeschichteDauerausstellung GKM, seit ?, bis Ende offen.
Literatur/QuellenWimmer, Clemens: Aus der Geschichte der Gartengeräte. Werkzeuge zur Bearbeitung des Bodens. Deutsches Gartenbaumuseum Erfurt, Gartenbaugeschichte, Heft 4, 2008.
Eigentümer/DanksagungStadt Düsseldorf
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