BiographieRudolf Caltofen wurde am 30. April 1895 in Dresden geboren, er starb am 22. Juli 1983 in Düsseldorf. - Nach Besuch des Gymnasiums in Dresden studierte er zunächst an der dortigen Technischen Hochschule, dann an der Universität zu Berlin und in Montpellier Chemie und Volkswirtschaft; KPD-Mitglied, er wurde aber 1926 aus der Partei ausgeschlossen; arbeitete als Finanzbeamter und Journalist, ab 1928 freier Autor in Spanien und Deutschland; 1933 Internierung, Flucht in die Tschechoslowakei; verschiedene Reisen im Auftrag der spanischen Regierung; 1935 in Sevilla für eine deutsche Untergrundorganisation tätig, 1944 von der Gestapo verhaftetet und in das KZ Sachsenhausen verschleppt, später in die Besserungsanstalt Brandenburg verlegt; nach der Befreiung lebte er zunächst in Paris, ab 1952 in Fontenay-sous-Bois/Seine, 1958-1963 erneut in Paris, schließlich in Düsseldorf; Romane, Erzählungen, Essays, Reportagen, Hörspiele, Übersetzungen aus dem Spanischen, Portugiesischen und Französischen; Mitglied des PEN-Clubs Deutschland; Ehrenmedaille des Vereins der Verfolgten des Nazi-Regimes, Ehrenmitglied verschiedener Akademien (Brasilien, Kolumbien, Spanien); 1922 Karl-May-Preis Dresden, 1966 Bundesverdienstkreuz.
Werke
La Carolina. Weg einer Liebe (Roman) 1951
Juanita. Tatsachenroman aus dem spanischen Bürgerkrieg 1952
Einfache Herzen. Portugiesisches Tagebuch 1953
Die Beichte eines Kommunisten 196
Auf fremder Erde 1962 (auch Schallplatte 1964)
Im Reich der Anden 1962
Auf freier Erde (Schallplatte) 1965
sowie zahlreiche Hörfunkarbeiten.
Übersetzungen
Gustavo Adolfo Bécquer, Legenden 1946
Francois Mauriac, Die Pharisäerin 1946
Alfonso Reyes, Kleine Miniaturen 1977.
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