ObjektnummerP 1936-155
Putto „Allegorie Winter"
TitelPutto "Allegory Winter"
ObjektbezeichnungPutto
Künstler*in
Artus Quellinus d.Ä.
(1609 - 1668)
Datierung1660-1670
Material/TechnikTerrakotta
EpocheBarock
Maße66 (H) x 29 (D) cm
BeschreibungDie beiden Putten sind Sinnbilder der Jahreszeiten: Der Sommer präsentiert sich als weibliche Figur mit Ährenbündel in der Hand, der Winter als ein kleiner Junge, der einen Feuertopf hält – Herbst und Frühling fehlen. Vermutlich war die gesamte Gruppe für die Aufstellung in einer Gar-tenanlage vorgesehen. Gestaltet wurden die Statuen von der Werkstatt des flämischen Bild-hauers Artus Quellinus, die für ihre Porträtplastiken und den Figurenschmuck an großen Bau-werken bekannt war. Zu Quellinus՚ Schülern gehörte in den 1660er Jahren auch der junge Künst-ler Gabriel Grupello, der 1695 von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz zum Hofbildhauer in Düsseldorf ernannt wurde. B.Til
Abweichend vom rauschenden Pathos der von Gianlorenzo Bernini geprägten italienischen Barockplastik entwickelte sich in den südlichen Niederlanden eine maßvollere Gestaltungsweise, die deutlicher den Idealen der klassischen Antike verpflichtet blieb. Hinzu trat eine spezifisch flämische Komponente, die ihren Ausgangspunkt im Werk des Peter Paus Rubens hatte, und die dem sinnlichen Oberflächenreiz des menschlichen Körpers große Bedeutung zumaß.
Die beiden Putten gehören in den Bereich der allegorischen Darstellungen, ohne die die Kunst des Barocks nicht zu denken ist. Zyklen mit Darstellungen der vier Jahreszeiten entstanden meist für Gartenanlagen. Die Terrakottafiguren des Museums könnten als Modelle für eine derartige in Stein gearbeitete Vierergruppe entstanden sein. Als eigenwertige Schöfungen wären sie in einem Treppenhaus im Gartensaal eines größeren Palais zu denken.
Helmut Ricke, aus: Führer durch die Sammlung 1, Kunstmuseum Düsseldorf, hrsg. v. Kunstmuseum Düsseldorf 1985, S.89, 90, Nr. 162
Klassifikation(en)
EntstehungsortFlandern
SchlagwortIrdenware
Copyright DigitalisatKunstpalast, Düsseldorf
PublikationenFührer durch die Sammlung 1, Kunstmuseum Düsseldorf, hrsg. v. Kunstmuseum Düsseldorf 1985, S.89, 90, Nr. 162In Sammlung(en)
Institution
Kunstpalast
Provenienz[...]; 1937 angekauft von Frau Maeschig, Karlstr., Düsseldorf
Unbekannt
10. Jahrhundert, vielleicht auch 8./9. Jahrhundert
ca. 1850–1900
14. Jahrhundert