Alexander an der Leiche des Darius

Objektbezeichnung: Gemälde

Objektbeschreibung:
Die Deutung dieser Darstellung im Zusammenhang mit den Feldzügen Alexanders des Großen gegen den persischen Herrscher 333 und 331 v. Chr. ist neueren Datums. Vor 1989 wurde das Gemälde als Achilles an der Leiche des Patroklos betitelt, dagegen spricht jedoch neben einigen ikonographischen Konventionen eine ähnliche Komposition Pellegrinis im Museum von Soissons. Demzufolge sind nicht zwei Freunde angesichts des Todes, sondern zwei Feinde gezeigt. Dennoch ist deren Konfrontation als ein intimer,
würdevoller Moment geschildert, der kompositorisch durch die virtuose perspektivische Verkürzung des Sterbenden, die Untersicht und die starke Fokussierung auf die sich anblickenden Protagonisten unterstützt wird. Neben derartigen Historiengemälden gründet sich der Ruhm Pellegrinis vor allem auf seine Arbeit als Dekorationsmaler an europäischen Höfen. Der in Düsseldorf residierende Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz, beauftragte den Maler, zwischen 1710 - 1716 sein Jagdschloss in Bensberg mit 40 großformatigen Wand- und Deckengemälden auszustatten.

Kathrin DuBois, aus: Die Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, hrsg. von Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2011
Die Deutung dieser Darstellung im Zusammenhang mit den Feldzügen Alexanders des Großen gegen den persischen Herrscher 333 und 331 v. Chr. ist neueren Datums. Vor 1989 wurde das Gemälde als Achilles an der Leiche des Patroklos betitelt, dagegen sprich …

Künstler: Giovanni Antonio Pellegrini (1675 - 1741)

Maße:
Maße ohne Rahmen: 86 x 105,5 cm
Material/Technik:
Öl auf Leinwand

Datierung: 1708

Institution: Kunstpalast (MKP Gemäldegalerie)

Objektnummer: mkp.M 1987-1

Eigentümer/Danksagung: Kunstpalast, Düsseldorf

Provenienz:
Erworben 1987

Permalink: http://www.duesseldorf.de/dkult/DE-MUS-038015/143048