Jonas und der Wal

Objektbezeichnung: Gemälde

Objektbeschreibung:
Der Augenblick, in dem Jonas laut Altem Testament von dem Wal, in dessen Bauch er sich drei Tage und Nächte befunden hatte, ausgespien wird, ist sogleich jener, in dem er die Macht Gottes erkennt. Lastman stellt diesen entscheidenden Wendepunkt, an dem der Prophet noch nicht das rettende Land erreicht hat, kleinformatig und bildfüllend dar. Neben dem phantastischen Fischwesen steht die dramatisch verdrehte Aktfigur des Jonas im Vordergrund. Körperlichkeit, Lichtbehandlung und Expressivität zeigen Parallelen zur manieristischen Kunst Italiens, das Lastman Anfang des 17. Jhs. bereist hatte. Format und Komposition sind wohl damit zu erklären, dass das Gemälde als Ladenschild für das Haus des Kaufmanns Isaak Boddens in Amsterdam, das seit 1620 "Jonas" hieß, diente. Lastman erlangte für die Entwicklung der niederländischen Historienmalerei in der Gruppe der sogenannten Prä-Rembrandtisten und auch als Lehrer Rembrandts herausragende Bedeutung. Das Gemälde fand in W. Vaillants Schabkunstblatt weite Verbreitung.

Kathrin DuBois, aus: Die Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, hrsg. Von Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2011
Der Augenblick, in dem Jonas laut Altem Testament von dem Wal, in dessen Bauch er sich drei Tage und Nächte befunden hatte, ausgespien wird, ist sogleich jener, in dem er die Macht Gottes erkennt. Lastman stellt diesen entscheidenden Wendepunkt, an d …

Künstler: Pieter Pietersz. Lastman (1583 - 1633)

Maße:
Maße ohne Rahmen: 36 x 52,1 cm
Material/Technik:
Öl auf Eichenholz

Datierung: 1621

Institution: Museum Kunstpalast (MKP Gemäldegalerie)

Objektnummer: mkp.M 193

Eigentümer/Danksagung: Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Provenienz:
1878 "der Berliner Gallerie [...] aus Privatbesitz angeboten" (Hinweis Bode 1883, S. 342); 1888 Auktion Otto Pein, Heberle/Lempertz, Köln 29.10.1888 (Lugt, 1964, Bd. 3, Nr. 47654), Nr. 46 (lt. handschriftl. Anm. RKD für den "beachtlichen Preis" von 3820 Mark an Beitzke, Sankt Petersburg); 1903 Auktion Rümerskirch u. a. Hugo Helbing, München 23.3.1903 (Lugt 60971), Nr. 42; 1947 Schenkung Dr. M. J. Binder
1878 "der Berliner Gallerie [...] aus Privatbesitz angeboten" (Hinweis Bode 1883, S. 342); 1888 Auktion Otto Pein, Heberle/Lempertz, Köln 29.10.1888 (Lugt, 1964, Bd. 3, Nr. 47654), Nr. 46 (lt. handschriftl. Anm. RKD für den "beachtlichen Preis" von 3 …

Permalink: http://www.duesseldorf.de/dkult/DE-MUS-038015/142346