Arita-Porzelanteller (Alt-Imari)

Objektbezeichnung: Teller

Objektbeschreibung:
Der Arita-Teller - benannt nach jenem Ort im Süden Japans, wo das berühmt Imari-Porzellan im 18. Jh. entwickelt wurde und das auch von vielen europäischen wie selbst von chinesischen Manufakturen kopiert wurde - ist auf seinem weißen Fond mit einem blauen Überglasdekor bemalt: dargestellt ist ein im Bambus lauernder Tiger.
Dieses Motiv verweist auf den Einfluss Chinas auf die japanische Porzellankunst, denn Tiger gab es niemals in Japan und die Darstellung dieses Raubtiers ist ursprünglich ein chinesisches Bildthema.

Der Teller stammt aus der Edo-Zeit, 1603 bis 1868, und er dürfte um 1700 hergestellt worden sein.

Er stammt aus den Anfängen des schon genannten Imari-Porzellans, welches aber nicht - wie dieser Teller - so zurückhaltend farblich gestaltet ist, sondern gerade wegen seiner brokat-ähnlichen Farbfassung in Rot, Blau und Gold an europäischen Adelshöfen beliebt war.

Dieser Arita-Teller gehört zur frühen Imari-Porzellankunst. Sie wird als solche bezeichnet, weil der Verladehafen für die in alle Welt importierten Arita-Porzellane Imari hieß. Heute ist Imari eine Stadt in der Präfektur Saga auf der japanischen Insel Kyushu.

W. Alberg
Der Arita-Teller - benannt nach jenem Ort im Süden Japans, wo das berühmt Imari-Porzellan im 18. Jh. entwickelt wurde und das auch von vielen europäischen wie selbst von chinesischen Manufakturen kopiert wurde - ist auf seinem weißen Fond mit einem b …

Künstler: Unbekannt

Maße:
H 3,5, D 17 cm
Material/Technik:
Blaues Überglasdekor auf weissen Prozellangrund

Datierung: um 1700

Entstehungsort: Japan

Institution: Museum Kunstpalast (MKP Skulptur/Angewandte Kunst)

Objektnummer: mkp.P 2005-1080

Provenienz:
Schenkung von Prof. Dr. Dr. h. c. Bruno Werdelmann, Ratingen, 25.10.2004

Schlagwort: Porzellan

Schlagwort: Teller

Permalink: http://www.duesseldorf.de/dkult/DE-MUS-038015/428181