Aquamanile

Objektbezeichnung: Gießgefäß

Objektbeschreibung:
Als Gießgefäß für die liturgische Handwaschung war das sogenannte Aquamanile fester Bestandteil des Kirchengeräts. Jedoch fand es auch im profanen Bereich, bei der Waschung vor Mahlzeiten etwa, Verwendung. Ihren Ursprung haben Objekte dieser
Art im Orient. Über die Vermittlerrolle des byzantinischen Kulturkreises gelangten Aquamanilen ins Heilige Römische Reich, wo sie bald zum festen Repertoire des in der romanischen Plastik geschätzten Bronzegusses wurden. Viele dieser Aquamanilen haben
die Gestalt von Tieren, bis Mitte des 15. Jhs. nicht selten die von Löwen. Dabei wird auch der apotropäischen Bedeutung dieser Tiere (Böses abzuwenden) Rechnung getragen. Der löwenartige Charakter ist dem Düsseldorfer Aquamanile noch eigen, auch wenn es sich in schlankerer und zierlicherer Weise präsentiert. Es stammt aus St. Maria Magdalena in Effeln in Westfalen und wurde höchstwahrscheinlich auch in dieser Region gegossen.

Arne Leopold, aus: Die Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, hrsg. v. Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2011, S. 50
Als Gießgefäß für die liturgische Handwaschung war das sogenannte Aquamanile fester Bestandteil des Kirchengeräts. Jedoch fand es auch im profanen Bereich, bei der Waschung vor Mahlzeiten etwa, Verwendung. Ihren Ursprung haben Objekte dieser
Art im …
Maße:
(H x B): 22,5 x 25 cm
Material/Technik:
Bronze, gegossen

Datierung: 13. Jh.

Entstehungsort:
  • Europa, Westfalen

Institution: Kunstpalast (MKP Skulptur/Angewandte Kunst)

Objektnummer: mkp.P 18587

Provenienz:
1927/28 aus den Beständen des ehem. Kunstgewerbemuseums Düsseldorf übernommen

Schlagwort: Bronze

Klassifizierung: Liturgisches Gerät

Klassifizierung: Alltags- und Gebrauchsgegenstände

Klassifizierung: Kleinskulptur

Permalink: http://www.duesseldorf.de/dkult/DE-MUS-038015/304003