Henri Grévedon
- Henri Grévedon
- Pierre Louis Grévedon
- H. Grévedon
französisch, 1776 - 1860
GeschlechtMännlich
gest. 1.6.1860 ebd. Sohn eines Wachoffiziers des Louvre, dessen Dienstwohnung Gelegenheit zum Besuch der dortigen Künstler-Ateliers gibt; Förderung durch Nicolas Bernard Lépicié, der das frühreife Zeichentalent
entdeckt. Stud.: ab 1789 Acad. royale de peint. et de sculpt. bei Jean-Baptiste Regnault; 1803 Mention
honorable und Med. beim Wettb. um den Rompreis. 1804 (oder '06)--12 Aufenthalt in Rußland; Mitgl.
der Akad. in St. Petersburg. Wegen des Krieges Übersiedlung zunächst nach Stockholm, 1813 nach
England (London); 1816 (oder '20), zus. mit den frz. Emigranten, Rückkehr nach Paris. 1833 Reise nach
Prag. - Mythologische, hist. und relig. Sujets, Allegorien, Portr. und Genreszenen. In England Erfolge
bes. mit Min.-Portr., die sich durch die präzise Wiedergabe bes. von Kleidern und Haaren, durch
"pointillistische" Effekte des kreuzförmig gesetzten Pinselstrichs sowie durch monochrome, in Gouache
ausgef. Hintergründe auszeichnen. 1816 (bzw. '20)--45 widmet sich G. fast ausschl. der orig. Bildnis-
Lith., häufig in großen Formaten; er trägt damit wesentlich zur Etablierung der neuen Technik in
Frankreich bei. Sujets: Portr. von ausländischen Paris-Besuchern sowie von Persönlichkeiten der
Revolution, des Empire und der Restauration (royalistische Gesinnung). Den Ruf von G., der in der Welt
des Theaters und der Musik verkehrt und mit einer Schauspielerin verh. ist, begründen jedoch v.a.
zahlr. Portr. von Künstlern (z.B. Daguerre, artiste peintre, 1837, bei Lemercier), Musikern (z.B. Rossini,
1828, bei Motte; Sigismond Thalberg, 1836, bei Lemercier) sowie bes. von Schauspielerinnen und
Tänzerinnen (z.B. Mlle Fanny Essler, de l'Acad. Royale de Musique, 1835, bei Rittner et Goupil und
Aumont; Melle Rachel Félix, sociétaire du Théâtre Franç., costume de Roxane dans Bajazet, 1838, bei
Rittner et Goupil). Außerdem, meist als Folgen, Genrebilder, u.a. Costumes des habitants de l'île de
Java, zehn Bll., 1831, bei Aumont und Tilt, London; Le miroir des dames, ou nouvel alphabet franç., 24
Bll., 1834, bei Aumont und Tessari; Types de femmes en costumes de divers pays, en ordre alphabétique, 24 Bll., 1835, bei Aumont und Tessari; Le divers sentiments, 18 Bll., 1836/40, bei Rittner et Goupil. Ferner Reprod., u.a. nach Tizian (La maîtresse de Titien, d'après le tableau de ce maître, 1823, bei Villain), François Gérard und Marie-Philippe Coupin de La Couperie. In technisch virtuosen Drucken dokumentiert G. das Milieu des Theaters, den Wandel der Frauenmode und geschlechtertypische Verhaltens- und Gefühlscodes; wie vergleichbare Lith. von Paul Gavarni leiden sie jedoch unter der Neigung zum allzu Gefälligen und Preziösen. Ab 1845 kaum noch Lith., dafür erneut Malerei. Ausz.: 1804 Med. 1. Kl. mit Achille débarquant sur le rivage de Troie; 1824 Med. 2. Kl.; 1831Med. 1. Kl., alle Paris, Salon; 1832 Chevalier de la Légion d'honneur. Ein Portr. von G. lithographierte
der mit ihm befreundete Achille Devéria. - ThB vermutet die Identität eines Miniaturmalers J.Geredon
mit G.
Quelle: http://refworks.reference-global.com/Xaver/start.xav?startbk=10.1515_AKL&noredirect=1&SID=anonymous300272053664#__10.1515_AKL__%2F%2F*[%40attr_id%3D%27_00081002%27] (17.03.2011)
GND-Nummer121636356
AKL-Nummer00081002
Nationalität: französisch
Paris 1886–1978 Paris?
Nationalität: FR
FR, 1723 - 1797
Nationalität: französisch
1755 - 1849