Objekte von: Atiyyat al Abnudi
"Atiyyat al-Abnudi, auch Ateyyat El Abnoudy war eine ägyptische Journalistin, Rechtsanwältin, Schauspielerin, Filmproduzentin und Regisseurin. Al-Abnudi war eine der Pionierinnen des ägyptischen Dokumentarfilms und galt als die „Filmemacherin der armen Leute“.
Da sich die Filme von Atiyyat Al-Abnudi vorrangig mit politischen, sozialen und ökonomischen Problemen in Ägypten beschäftigten, bekam sie seit der Ära von Präsident Sadat Probleme mit der Zensur, besonders nachdem 1976 ein strengeres Gesetz zur Filmzensur erlassen worden war. In der Folge erhielt sie keine finanzielle Unterstützung durch den ägyptischen Staat. 2008 strahlte der Fernsehsender Al Jazeera ein Porträt (Days of Documentary) über sie aus. Sie war Mitglied der Jury des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, Vorsitzende der internationalen Jury bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und Jurymitglied bei weiteren Festivals.
„Die ägyptische Filmemacherin Atteyat al-Abnoudy gab denjenigen eine Stimme, die der Staat vergessen hatte – und bewahrte ihren Stolz und Integrität. In ihrem Werk entsteht ein Bild sozialer Ungerechtigkeiten in Ägypten seit den 1970er Jahren“, schrieb der deutsche Journalist und Arabist Christopher Resch. Ihr filmischer Nachlass befindet sich im Archiv in der Initiative Cimatheque in Kairo, das al-Abnoudy mitinitiiert hat. 2019 wurde im Berliner Kino Arsenal eine Retrospektive ihrer Filme gezeigt."
Wikipedia (Stand 15.1.2025)
"Attiyat Al-Abnudi war Regisseurin und Cutterin, bekannt für Oghneyet Touha Elhazina (1973), El sandwich (1975) und Husan el-tin (1971). Sie war mit Abdel Rahman El-Abnudi verheiratet. Sie starb am 5. Oktober 2018 in Ägypten."
IMDB (Stand 15.1.2025)